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Ein Konzept von Hellmuth Wachtel
Bereits im Jahr 2000 schlug der renommierte Kynologe und Genetiker Hellmuth Wachtel die Orientierung auf einen Biohund oder Bio-Rassehund vor. Lange
Zeit galt es in der Hundezucht als akzeptiert, Inzucht bzw. Engzucht
(Inzest-/Linienzucht) zu betreiben. Tatsächlich kann man so
relativ schnell, einheitliche Hunde für den Markt produzieren.
Über mehrere Generationen hinweg führt Engzucht aber zum
Verlust an genetischer Vielfalt und damit an Widerstandskraft,
Vitalität, Gesundheit. Erbkrankheiten sind durch Engzucht zu einer
Geisel des modernen Rassehundes geworden. Inzucht ist Qualzucht!
Fast alle Rassen sind
betroffen, bspw.:
- Herzklappendefekte beim King Charles Spaniel - Leberschäden beim Bedlingtom Terrier - Nierenversagen beim Bullterrier - HD beim Schäferhund -
Häufung von Kaiserschnitten beim Scotch Terrier; selbst bei
zahlreichen, auch auf den ersten Blick naturnah erscheinende Rassen,
werden Probleme mit natürlichen Decken, Werfen, Aufzucht berichtet.
Wachtel fragt in seinem Buch "Hundezucht 2000": "Während
"Bio" in unserem Leben eine immer größere Rolle spielt, gibt
es leider noch keinen Klub weit und breit, der sich der Zucht von
"Bio-Rassehunden", also natürlich, d.h. mittels Auszucht und
Vitalselektion erzüchteten, zur Aufgabe gemacht hätte!"
Auch Engzucht ist Tierquälerei!
Es
ist nicht erst seit heute Stand der Wissenschaft, dass Inzucht zu
erheblichen gesundheitlichen Schäden, wenn auch erst nach
Generationen, in einer Population führt. Bei den über 140 Erhaltungsprogrammen der Zoos für gefährdete Wildarten (EEP) ist
deshalb Vermeidung von Inzucht erste Prämisse. Ingezüchtete
Tiere werden im Nutztier-Bereich nicht zur Produktion verwendet.
Lediglich die Rassehundezucht ignoriert jegliche Erkenntnis der
Genetik, ja auch die in die hunderttausende gehenden leidvollen
Schicksale der Hunde und ihrer Halter.
 Das Genom des Hundes ist
heute vollständig bekannt und mit etwas Aufwand ließen sich
sogar Zuchtprogramme entwickeln, die innerhalb kürzester Zeit
Erbkrankheiten weitgehend eleminieren und vitale gesunde Rassehunde
ergeben würden. Es ist zu befürchten, dass ein
ingezüchteter und ein übertypisierter Hund im Markt für
die Hundeproduzenten als auch für Pharmaindustrie und
Veterinäre höhere Gewinne abwirft. Daher weitgehendes Schweigen von dieser Seite. Bisher hatte die Gesundheit des Hundes noch
keine Lobby. Mit Petwatch soll sich dies nun ändern.
"Inzucht
ist daher als Tierquälerei zu betrachten, denn hierbei wird das
Hervorbringen schwerkranker Tiere bewußt oder fahrlässig in
Kauf genommen... " nennt Wachtel das Kind beim Namen.
Dieser
Tierquälerei muss dringend ein Ende bereitet werden. Es bleibt zu
befürchten, dass der VDH und die Zuchtverbände hierzu nicht
Willens und/oder in der Lage sind. Es ist Zeit, dass
verantwortungsbewußte Hundehalter ihre Stimme für die Gesundheit unserer Hunde erheben!
aus: Petwatch-Blog |